Manchmal glaube ich, dass die aktuellen Handys von Leuten aus meiner Altersklasse entwicklet werden, zumindest ‘designtechnisch’, und diese mit ihren optischen Formvorgaben dokumentieren, dass sie mit dem Älterwerden nicht klar kommen bzw. Sehnsucht nach der Vergangenheit haben…
So erinnert mich dieses neue Nokia 3250 an den berühmt-berüchtigten Zaubelwürfel aus meiner Jugend, der damals eine ganze Generation gefesselt hat…und knüpft damit, retrospektiv, wie auch das Samsung P300 (“Der Taschenrechner”) oder auch das Nokia 6270 (“Die Funkfernsteuerung”) an vergangene Zeiten an.
Aber gut, fang ich diemal mit der Java-Seite an. Da ein neues Symbian dieses Gerät ‘beherrscht’, habe ich zuerst meine ‘Hauptprogramme’ gestestet.
Mabber, Handybanking und auch Handyinfo und alle APIs und Kommunikationswege werden korrekt bedient – puh.
Alles funktioniert, Sockets, HTTPS, CustomItems, Fullscreencanvas und andere wichtige Schnittstellen.
Erstaunlich ist, dass der Fehler in der Versionsanzeige immer noch nicht behoben ist.
Die Version 1.3.1 wird immer noch als 1.0.3 im Handy angezeigt.
Manche Sachen ändern sich anscheinend nie, und ich finde den Bug nicht unerheblich, da er enduserrelevant ist und diesen verwirrt.

Auch das Programmeicon auf dem neuen Symbiandesktop ist nur noch ein ‘Fliegenschiß’ und kaum erkennbar. Man scheint hier wohl die mögliche Icongröße verändert zu haben, so dass aktuelle Icons wirklich nur noch im Miniformat dargstellt werden.
Aber ansonsten eine saubere Java-Implementierung, ich bin zufrieden, vorallem wenn ich an den MIDP 2.0-Urvater 6600 zurückdenke.
Im Allgemeinen ist das neue Symbian in der Aussenwirkung eher unauffällig.
Das ganze Betriebssystenm macht auf mich eher den Eindruck einer ‘Modellpflege’ anstatt eines ‘Modellwechsels’.
Die Icons sind mehr oder minder gleich geblieben, auch die Anordnung und die Funktionen.
Das hilft natürlich dem User, sich sehr schnell wieder zurecht zu finden, in Summe finde ich den Desktop aber inzwischen zu hoch aufgelöst, die Icons sind einfach zu klein. Das passt nicht zu meinem Anspruch an moderne mobile GUIs.
Die Bedienung des Handys ist gewöhnungsbedürftig. Der Joystick ist hakelig und das Gehäuse wirkt sehr ‘plastoid’ – ganz entgegen des aktuellen Trends, Handys möglichst ‘metallisch’ (Samung P300, Motorola V3x u.v.a) und stabil wirken zu lassen.
Den Drehwürfel als neues Navigationselement muss man wohl mögen, ich mag ihn nicht.
Insgesamt ein Handy mit wenigen Überraschungen, aber das auch auch im positiven Sinne…ach, eine Überraschung habe ich vergessen.
Das Location API ist im Java inkludiert. Nicht, dass das Gerät einen GPS-Empfänger hätte, aber aus dem Java-Programm wird bei einer LBS-Anfrage die GPS-Maus automatisch angesteuert – sehr, sehr sexy im neuen Java im neuen Symbian, finde ich !
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